Kanalbrenner COMB

Das Verlangen der Industrie nach einer immer besser werdenden Ausnutzung der fossilen Energieträger bei thermischen Verbrennungsprozessen hat dazu geführt, daß anfallende Abwärme, wie z.B. Abgase von einer Gasturbine, für nachgeschaltete Prozesse weiter genutzt werden sollen.

Für diesen Anwendungsfall hat M&S, bekannt als führender Feuerungslieferant mit 48-jähriger Markterfahrung, den Kanalbrenner Typ COMB entwickelt.

Der Kanalbrenner COMB heizt Turbinenabgase von Gasturbinen oder Rauchgase zum nachgeschalteten Betrieb eines Abhitzekessels weiter auf.

Der Kanalbrenner wird als Zusatzfeuerung direkt in den Gasturbinenabgaskanal eingebaut.

Es können flüssige und/oder gasförmige Brennstoffe eingesetzt werden.

Bei einem ausreichendem Sauerstoffgehalt der Turbinenabgase ist ein alleiniger Betrieb mit Turbinenabgasen möglich.

Besteht jedoch der Wunsch, den Kanalbrenner unabhängig vom Gasturbinenbetrieb betreiben zu können, oder reicht der Sauerstoffgehalt der Turbinenabgase nicht zur Verbrennung des Zusatzbrennstoffes aus, so ist auch ein alleiniger Frischluftbetrieb oder ein kombinierter Frischluft-Turbinenabgasbetrieb möglich.

Kanalbrenner
Vorzüge des Kanalbrenners COMB:
  • alleiniger Turbinengasbetrieb oder Frischluftbetrieb möglich
  • kombinierter Turbinenabgas-Frischluftbetrieb möglich
  • es können flüssige und/oder gasförmige Brennstoffe eingesetzt werden
  • gleichmäßiges Temperaturprofil von +/-30°C nach Kanalbrenner
  • beliebige Aufstellungsmöglichkeiten
  • niedrige Emissionswerte
Wirkungsweise:

Der Kanalbrenner COMB besteht im wesentlichen aus dem zylindrischen Kanalstück mit einer innenliegenden Brennkammer sowie dem kombinierten Gas-Ölbrenner.

Turbinenabgasbetrieb:

Das Turbinengas tritt in die Kanalbrenneranlage ein und wird in drei Ströme aufgeteilt, die eintreten in:

  • das Primärregister des Brenners über einen von außen verstellbaren Drallkörper
  • das Sekundärregister des Brenners über einen von außen verstellbaren Drallkörper
  • den Ringspalt zwischen Brennkammer und Außenmantel Kanalstück mit einer am Ende befindlichen Mischzone

Der kombinierte Gas-Ölbrenner verbrennt den Brennstoff vollständig in der Brennkammer mit einem Luftüberschuß von ca. 30-40%. Die heißen Rauchgase aus der Brennkammer vermischen sich mit dem relativ kalten Turbinenabgas in der Mischzone am Ende der Brennkammer zu der gewünschten Temperatur.

Frischluftbetrieb:

Die Zuführungsleitung von der Turbine zum Kanalbrenner sowie das Sekundärregister des Brenners werden geschlossen. Über ein Frischluftgebläse wird der Kanalbrenneranlage Verbrennungsluft zugeführt. Sie wird in zwei Ströme aufgeteilt, die eintreten in:

  • das Primärregister des Brenners. Der Anteil ist so groß, daß der Brennstoff mit einem Luftüberschuß von ca. 30% verbrennt;
  • den Ringspalt zwischen Brennkammer und Außenmantel

Beide Ströme werden durch Luftklappen geregelt der Kanalbrenneranlage zugeführt, und es ergibt sich ein gleichmäßiges Temperaturprofil.

Technische Daten:

Leistungsbereich: 5-200 MW Feuerungsleistung

Regelbereich: 10:1

Druckverlust Turbinengasbetrieb: 2-5 mbar

Druckverlust Frischluftbetrieb: 10 mbar

Temperaturprofil nach Kanalbrenner: +/- 30°C

Turbinenabgastemperaturen: bis 600°C